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Der Anfang vom Ende Deutschlands PDF Drucken E-Mail

-Das Ermächtigungsgesetz vom 23. März 1933-

 

Vor 76 Jahren, im März 1933, setzten die Nationalsozialisten das Ermächtigungsgesetz durch und hebelten damit die Demokratie in Deutschland für 12 Jahre aus. Die NSDAP errang die notwendige Zwei-Drittel Mehrheit zu diesem „Staatsstreich“ in zwei parallel laufenden Schritten. Zum einen wurden die 81 Mandate der KPD annulliert, so dass die Zahl der Parlamentarier von zunächst 647 auf 566 sank. Damit hatten die Nationalsozialisten die absolute Mehrheit, nämlich 288 Sitze. Sodann versicherten sie sich der Zustimmung der Parteien der bürgerlichen Mitte zum Ermächtigungsgesetz. Die Deutsch-Nationale Volkspartei, die Deutsche Demokratische Partei, das Zentrum, die bayrische Volkspartei und verschiedene Splittergruppen stimmten geschlossen mit den Nazis und legten damit die Grundlage zur totalitären Herrschaft Hitlers, die Deutschland in kurzer Zeit in den Untergang führen sollte. An diesem schwarzen Tag deutscher Geschichte stand dem faschistischen Treiben nur die reduzierte Fraktion der Sozialdemokraten entgegen. Von ihren 120 gewählten Abgeordneten konnten nur 94 durch eine aus grölenden SA – Männern gebildete Gasse das Parlament betreten. Einige Abgeordnete waren bereits vorher verhaftet worden, beispielsweise Julius Leber und Carl Severing. Der frühere Reichsminister Wilhelm Sollmann lag schwer misshandelt im Krankenhaus. Im Namen der SPD und aller echten Patrioten ergriff der Parteivorsitzende Otto Wels das Wort. Für einen kurzen Moment herrschte Totenstille im Plenum, während von draußen die Chöre der SA hereindrangen. Dann kam die Rede und dann das Wort: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht“. Es folgte, was diese Männer vorausgesehen hatten. Im Juli 1933 wurden alle Parteien außer der NSDAP verboten, die Parteien, die Hitler zur Macht verholfen hatten, erkannten zu spät, dass sie ihren eigenen Totengräber  unterstützt hatten. Im August 1933 wurde Otto Wels die deutsche Staasbürgerschaft aberkannt. Er musste ins Exil wie andere vor ihm: Erich Ollenhauer, Philipp Scheidemann, Rudolf Hilfering und viele andere Sozialdemokraten flohen vor den Nazis. Viele Regimegegner landeten in den Konzentrationslagern und Zuchthäusern, viele dieser Unbeugsamen mussten ihr Leben lassen und sind heute vergessen.

Wir täten gut daran, uns auch wieder an diese Namenlosen zu erinnern, die lange vor dem 20. Juli 1944 erkannten, wohin der Weg Hitlerdeutschlands führen musste. Ihr Schicksal mahnt uns stets daran: „Wehret den Anfängen“

SPD Mimbach –Der Vorstand- -rg-

 
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