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Weihnachts- und Neujahrsgrüße 2013/2014 PDF Drucken E-Mail

Weihnachts- und Neujahrsgrüße

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

wir stehen kurz vor Weihnachten und wieder frage ich mich, wo ist nur die Zeit geblieben. Schon wieder geht ein Jahr zu Ende. Eine Beobachtung, die so ziemlich jeder aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Während sich früher ein Jahr noch wie ein ganzes langes Jahr anfühlte, fragt man sich jetzt: „Was, schon wieder Weihnachten?“

Als mein Vater einmal zu mir sagte, „warte bis du älter bist, dann fliegt die Zeit“, versuchte ich ihm damals zu erklären, dass Zeit immer gleich sei. Doch heute merke auch ich, dass die zweite Hälfte des Lebens um einiges schneller vergeht als die erste. Das subjektive Empfinden, das die Zeit immer rascher verfliegt, lässt sich heute nicht mehr leugnen. Früher als Kind empfanden wir doch ein Jahr noch als unendlich lang. Die Sommerferien wollten nicht enden. Heute dehnt sich die Wartezeit beim Arzt von Minuten zu Stunden, während ein gemütlicher Abend bei angeregter Unterhaltung mit Freunden im Flug vergeht. Psychologen definieren die Zeit deshalb als eine Dimension der Wahrnehmung des Erlebens. Für sie ist Zeit immer an Ereignisse gebunden, die Menschen erleben, die sie bewirken und beeinflussen oder an denen sie sich orientieren. Während die physikalische Zeit unbeeinflusst vergeht, ist die subjektiv erlebte Zeit von inneren und äußeren Einflüssen abhängig. Unser Gedächtnis ist also entscheidend für die Zeitwahrnehmung. An je mehr Ereignisse wir uns erinnern, desto länger kommt uns eine Zeitspanne vor. In der Jugend hat man viele erste Eindrücke die stark in Erinnerung bleiben. Im Alter werden diese Eindrücke zur Routine, weniger Neues kommt hinzu, die innere Uhr beschleunigt sich. Dies bedeutet im Umkehrschluss, so die Psychologen, dass man die gefühlte Zeit abbremsen kann. Der Schlüssel hierzu ist, sich wieder für Neues zu öffnen und noch einmal erste Eindrücke zu erleben.

Vielleicht wäre das die Gelegenheit für viele von uns, sich doch noch mal verstärkt in unseren Vereinen zu engagieren, denn sie leben vom Engagement ihrer Mitglieder. Unser Dorfleben wird in erster Linie geprägt durch das Vereinsleben. Viele merken es vielleicht nicht oder versuchen es zu verdrängen. Aber die Überalterung unserer Gesellschaft macht auch vor unseren Vereinen nicht halt. Deshalb ist es umso wichtiger sich in jedem Alter zu engagieren, damit unsere Vereine am Leben bleiben. Viele sagen zu Recht, ich bin schon so lange ehrenamtlich tätig gewesen, sollen einmal andere ans Ruder. Aber vielleicht reicht es ja, auch einmal nur zu Versammlungen zu gehen, um zu erfahren mit welchen Problemen unsere Vereine heute zu kämpfen haben. Und vielleicht könnten gerade die Älteren unter uns, aus ihrem vielfältigen Erfahrungsschatz dazu beitragen, wieder neuen Schwung in ein Vereinsleben zu bringen. Sei es durch sportliche Betätigungen auch im Alter oder die Lust am Singen oder Musizieren. Unsere Vereine stehen ihnen offen für allerlei neue Anregungen.

Ich möchte mich auf diesem Weg deshalb erneut bei Allen bedanken die sich in unseren Vereinen, Verbänden, Gruppen und Kirche oder aber auch ganz persönlich für ihre Mitmenschen und unsere Gemeinde eingesetzt haben und die dazu beitragen, unserem Dorf und unserer Gemeinschaft ein soziales, menschliches und liebenswertes Gesicht zu geben. Dafür danke ich ihnen sehr herzlich.

Und dennoch möchte ich es an dieser Stelle nicht versäumen, auf schlummernde Konflikte in unserem Gemeinschaftsleben hinzuweisen. Denn überall wo Menschen tätig sind, gibt es unterschiedliche Meinungen, die aufeinanderprallen. Dort wo solche mitmenschlichen Konflikte nicht angemessen gelöst werden, kommt es leider immer wieder zum Hochkochen von Emotionen. Dies darf jedoch nicht dazu führen, das einzelne ausgegrenzt werden. Solche Konflikte müssen angesprochen werden um sie zu lösen. Wir sind alle soziale Wesen und brauchen uns gegenseitig, auch um voneinander zu lernen. Deshalb möchte ich in diesem Jahr mit einem Weihnachtsgedicht versuchen Brücken zu schlagen, in der Hoffnung, dass diese schlummernden Konflikte im kommenden Jahr gelöst werden können. Denn über eines müssen wir uns alle bewusst sein, nur in der Gemeinschaft können wir zusammen unsere Umwelt und Zukunft gestalten.

Schlagt Brücken

Schlagt Brücken über Kontinente,
schlagt Brücken über Land und Meer,
es wäre dieses die Tangente,
dass wirklich einmal Frieden wär.

Schlagt Brücken zwischen allen Völkern,
die Menschheit wartet sehr darauf,
es wird versucht schon mal des öftern,
sonst ist es eines Tages aus.

Schlagt Brücken zwischen den Nationen,
auch wenn der Glaube anders ist,
helft allen Menschen, die dort wohnen,
nehmt ihnen diesen Lichtstrahl nicht.

Schlagt Brücken zwischen Alt und Jung,
dass diese miteinander geh'n,
lasst schweigen alle Lästerzungen,
wie wär die Welt auf einmal schön.

Schlagt Brücken zwischen Menschenherzen,
die in der Blüte ihres Lebens sind,
lasst brennen für sie helle Kerzen,
dass immer Herz zu Herzen find.

Schlagt Brücken immer, immer wieder,
die Feindschaft klammert völlig aus,
lasst Frieden sein in den Familien,
dann sieht die Zukunft besser aus.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest, sowie für das Jahr 2014 Gesundheit, Zuversicht und Erfolg. Bauen Sie aus den Steinen, die Sie auf Ihrem Lebensweg überwinden müssen Brücken und nicht Mauern. Werden Sie zu Brückenbauern. Und vergessen Sie nicht: Auch Brücken können einmal einstürzen, aber die Ufer zum Bau neuer Brücken bestehen dennoch weiter.

Ihr Ortsvorsteher Gerd Weinland 

 
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