Aufruf des Kirchenpräsidenten zur 51. Aktion von „Brot für die Welt“

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Freundinnen und Freunde der Aktion „Brot für die Welt“,

schon Martin Luther wies in seiner Auslegung der Vaterunser-Bitte „Unser täglich Brot gib uns heute“ darauf hin, dass „Brot“ für alles steht, was Menschen zum Leben brauchen: zuerst Nahrung, dann aber auch Kleidung, ein Dach über dem Kopf, Bildung, Gesundheit und vieles mehr.

Auch heute gilt:

Menschen hungern nach Brot und beten zu Gott! Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, er lebt auch im Vertrauen auf den, der allen den Tisch deckt. Wir dürfen in der Gewissheit leben: Es ist genug für alle da! Wir dürfen die Sorge um unser Leben Gott anvertrauen und ihn um das tägliche Brot bitten.

Aber er legt die Sorge dafür, dass alle satt werden, in unsere Hände. Denn mit unseren Händen brechen wir das Brot und teilen, damit alle genug haben.

Die Evangelischen Kirchen in Deutschland rufen deshalb seit über 50 Jahren unter dem Namen„Brot für die Welt“ zum Teilen auf. Seit mehr als 50 Jahren treten wir für christliche Barmherzigkeit und Gerechtigkeit weltweit ein. So appellieren wir auch 2009 an Ihre Großzügigkeit und Solidarität!

Es ist genug für alle da! – Das gilt gerade in Zeiten, in denen die globale Wirtschaftskrise mit steigenden Inflationsraten die Armen in den Entwicklungsländern besonders hart trifft. Mehr denn je sind sie auf unsere Hilfe angewiesen.

„Brot für die Welt“ trägt mit seiner vielfältigen Projektarbeit dazu bei, dass viele Menschen diese beglückende Erfahrung machen: Es ist auch für mich genug da.

Drei Beispiele seien genannt:

In Südafrika erhalten Aids-Waisenkinder wieder eine Lebensperspektive.

In Kolumbien werden Kinder und Jugendliche unterrichtet, die von staatlichen Schulen ausgeschlossen sind.

In Kamerun finden Mädchen und Frauen Ausbildung, um sich selbst versorgen zu können.

„Es ist genug für alle da“ – unter diesem hoffnungsvollen Motto rufe ich Sie zur Unterstützung der 51. Aktion von „Brot für die Welt“ auf.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Christian Schad

Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz