Bericht "Zukunftsmusik" - 12.10.2014

Dass „Zukunftsmusik“ nicht Vision, sondern musikalische Realität höchsten Niveaus bedeutet, bewies das gleichnamige Jugendkonzert des Musikvereins „Frohsinn“ Mimbach sehr deutlich – konzipiert, um einmal ganz deutlich Leistungsvermögen und Potenzial junger Musikerinnen und Musiker über Vereinsgrenzen hinweg ins Rampenlicht zu stellen.

Diese Idee stammte vom Dirigenten des Großen Orchesters, Daniel Peters, der seit Amtsantritt beim Musikverein „Frohsinn“ Mimbach auch stets ein waches Auge auf die Jugendarbeit wirft.

Und so lud sich das Mimbacher Jugendorchester am 12.Oktober zwei Orchester aus dem Saar-Pfalz-Kreis in die Blieskasteler Festhalle ein, um gemeinsam mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten zu musizieren.

Der Auftakt gehörte dem Jugendorchester des Musikvereins Rohrbach unter der Leitung von Karsten Kühn. Die 25 Musikerinnen und Musiker zeigten, dass sie schon eine große Bandbreite der konzertanten Blasmusik beherrschen. Neben Filmmusiken wie „The Marches of John William“ und Ausschnitten aus dem Musical „Grease“ gehörten auch moderne Kompositionen wie „Little Talks“ von „Of Monsters and Men“ zum Repertoire.

Etwas jünger und 5 Instrumentalisten weniger präsentierte sich danach das Schülerorchester des Musikvereins aus Limbach. Udo Lovisa leitet erst seit kurzem diese Formation, hat aber schon den Zugang zu den Kindern gefunden. Auch traf seine Auswahl sprichwörtlich ins Schwarze: Mit u.a. „Siahamba“  und „The Lion King“ gab es einen Kurztrip für alle auf den exotischen „Schwarzen Kontinent“. Genauso exotisch für ein Schülerorchester ist die Besetzung mit Oboe und Fagott, die tolle Klangfarben in die Kompositionen brachten.

Klein, aber fein dann auch die Gastgeber: Das Jugendorchester aus Mimbach betrat zwar nur mit 16 Akteuren die Bühne, aber Marina Ochsenreither, seit Sommer vom „Frohsinn“ angeheuert, holte beträchtlich viel anspruchsvolle Musik aus ihren jungen Leuten heraus. Für den Nachmittag wählte sie eine Reihe von Kompositionen des Holländers Kees Vlag, welcher unter mehreren Pseudonymen auch viele Werke für Nachwuchsmusiker komponierte. Mit „A Sailors Adventure“ umschiffte Kapitänin Ochsenreither mit ihren Leichtmatrosen in herrlich wilden Taktwechsel so manches Riff auf dem Weg nach Japan, um bei „Genji Koto“ die Liebe aller Mimbacher Seefahrer zur Musik auszudrücken.

Bootsfrau Clara Hsu moderierte diese Törn und zeigte, welches Talent neben dem Querflötenspiel noch in ihr geweckt wurde.

Als Abschluss durfte Gastgeberin Marina Ochsenreither alle Musikerinnen und Musiker zum Grandioso auf der nun schon fast zu kleinen Bühne versammeln.
Beethovens „Ode an die Freude“, dargeboten von diesen hervorragenden 61 „jungen Lungen“ war ein pompöser Höhepunkt , der Musikern und Gästen sicher noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.

 Wobei ein Da Capo nicht auszuschließen ist: Verabredeten doch die 3 Vereine, jährlich diese Konzertreihe nacheinander ausrichten zu wollen. „Zukunftsmusik“ hat eben Zukunft! (vk)